Nordhorn Brettchen Open 2024 am 01./02.06.2024

Lars Brinkhaus und Marcus Lüdorf gewinnen bei den Nordhorn Brettchen Open alle vier möglichen Titel

Nordhorn (HH). Mit Lars Brinkhaus (SC Marklohe) in Klasse I und Marcus Lüdorf (Polizei SV Recklinghausen) in Klasse III gelang es bei der 21. Durchführung der Nordhorn Brettchen Open, dem bedeutendsten Turnier für klassisches Tischtennis in Deutschland, erstmals zwei Spielern, an beiden Tagen jeweils Einzel und Doppel zu gewinnen. Sie setzten sich also sowohl mit dem Hardbat- als auch mit dem Clickball-Schläger durch.

Ausrichter SV Vorwärts Nordhorn ließ an beiden Turniertagen zum siebtenmal mit jeweils einheitlichen Schlägern spielen. Kein Spieler durfte den eigenen Schläger verwenden, sondern musste mit dem auf dem Tisch liegenden "Brettchen" spielen. Absolute Chancengleichheit war somit gewährleistet. Beide Finalteilnehmer am Samstag kennen diese Regel zur Genüge, sind sie doch Dauerstarter beim Nordhorner Turnier. Altmeister Ulrich Watermann (TuS Bexterhagen) schaffte es dabei auch im fünften Versuch nicht, das Einzelfinale zu gewinnen. Der frühere Nordhorner Lars Brinkhaus war bei seiner dritten Finalteilnahme eindeutig überlegen und gewann auch das Doppelfinale an der Seite von Manfred Garwels (BV Essen).

Der 36-jährige Oberligaspieler Brinkhaus wurde auch am Sonntag seiner Favoritenrolle gerecht, als mit einheitlichen Sandpapierschlägern wie vor 100 Jahren gespielt wurde. Dabei gewann er das Doppel an der Seite des erneut im Einzel Zweitplatzierten Watermann, der damit bei seinem 16. Turnierstart zum insgesamt achten Doppeltitel gekommen ist.

Ebenfalls in allen vier Finalspielen standen Jens Mitzlaff vom SV Motor Wolgast in Klasse II und Marcus Lüdorf in Klasse III. Während der Recklinghäuser beide Einzel und mit Marc Fielers (TuS St. Arnold) auch beide Doppel gewann, musste der Mecklenburger am Sonntag im Clickball II-Einzel dem Turnierneuling Frank Mahler (SV Werder Bremen gratulieren. Die Doppel hatte er jeweils mit seinem Vereinskameraden Lukas Krüger dominiert.

Die einheimischen Spieler konnten in den unteren Hardbat-Klassen diesmal nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Sie holten durch Jonas Gellink (Hardbat III) und Magnus Sarnow (Hardbat IV) immerhin zweite und dritte Plätze im Einzel, verpassten diesmal jedoch einen Turniersieg. Den Titel in der Hardbat IV-Konkurrenz sicherte sich Andreas Siemering (TV Voiswinkel), der mit seinem aus Schüttorf stammenden Vater Thorsten auch noch zum zweiten Platz im Hardbat III-Doppel kam.

Wie beim Jubiläumsturnier im Vorjahr waren auch diesmal nur deutsche Spieler am Start. Die in den letzten Jahren in den beiden Hauptklassen Hardbat I und Clickball I dominierenden Gäste aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich sind nach der dreijährigen Corona-Unterbrechung noch nicht wieder angetreten. Während die Resonanz am Turniersamstag in den Hardbat-Klassen zufriedenstellend war, hatte sich Ausrichter SV Vorwärts Nordhorn von der erstmaligen Austragung der Clickball-Klassen III und IV mehr erhofft als jeweils nur vier Meldungen.